Anleger haben die Möglichkeit, ihre Wertpapiere von einer Bank auf eine andere zu übertragen. Die Gründe dafür können verschieden sein. Entweder sind die Kunden nicht mehr mit dem Service der Bank zufrieden oder die Verwaltungskosten der Wertpapiere steigen ins Unermessliche. Prinzipiell ist eine Übertragung des Wertpapierdepots auf eine neue Depotbank kein Hindernis, trotzdem sollten einige wichtige Punkte beachtet werden. 1. Wertpapiere komplett übertragenGrundsätzlich können bei einem Wechsel nur ganze Beträge übertragen werden. Das
heißt, dass die Beträge nach dem Komma bleiben auf der alten Bank zurück. Diese
Rückstände können wiederum Kosten mit sich bringen. Die beste Lösung hierfür
ist ein Verkauf der Anlage. Dabei kann es hilfreich sein, wenn die neue
Bank einen Service oder eine Hilfe für eine Übertragung anbietet. 2. Direktbanken in Betracht ziehen
Es ist von Anleger zu Anleger verschieden, welche Art der
Verwaltung der Wertpapiere bevorzugt wird. Auf jeden Fall bringt es mehr
Vorteile für jene, die den Kontakt per Telefon oder Internet vorziehen, zu
einer Direktbank zu wechseln. Denn die meisten Direktbanken bieten ein
kostenloses Depot an bzw. bei Online-Brokern gibt meist ein kostenloses Aktiendepot. Die Eröffnung eines Depots bei einer Direktbank
kann jedoch etwas langwieriger sein. Denn Direktbanken nutzen das Postident-Verfahren.
Darunter versteht man die Identifikation von Personen bei der Kontoeröffnung, durch
die Mitarbeiter der Post. Bei einer Filialbank hingegen muss nur ein Formular ausgefüllt werden. 3. "Wechselservice" nutzenDie Onlinebanken Cortal Consors, ING-DiBa und DAB Bank bieten den Anlegern einen "Wechselservice" an. In diesem Fall werden die zurückgebliebenen Beträge der Nachkommastellen verkauft und der Erlös an den Wertpapierinhaber überwiesen. Zudem wird die Löschung des alten Depots beantragt. Im Allgemeinen kann solch ein Wechsel mehrere Wochen dauern und der Zugriff ist nur nach vollständiger Übertragung der Wertpapiere möglich. --- Quelle: www.boersennews.de |
